333 Schulpakete für Township-Kinder
Hast du dich schon mal gefragt, wie die Verbindung von Metro Kids Africa in die Schweiz entstanden ist?
Am besten lassen wir gleich Mirjam und Michael Ramseier zu Wort kommen, denn sie haben den Unterstützungsverein in der Schweiz gegründet und die Arbeit dort aufgebaut.
Die Reise von Mirjam und Michael
Wir hatten Ende 2008 / Beginn 2009 die Möglichkeit, eine mehrwöchige Reise zu unternehmen. Vier Wochen davon wollten wir in einer Organisation mithelfen. Wir kannten die Arbeit von Bill Wilson in New York (Metro World Child) und diese Art der Arbeit hat uns sehr angesprochen. Aber Afrika wäre unser Wunschland gewesen, um einen Einsatz absolvieren zu können.
Im Netz wurden wir nicht fündig, etwas Vergleichbares zu finden, deshalb zogen wir auch einen Einsatz mit Metro World Child auf den Philippinen in Betracht. Wir waren in den letzten Abklärungen und erwähnten bei der zuständigen Person in einem Nebensatz, dass die Philippinen schon auch OK seien, wir uns eigentlich aber Afrika gewünscht hätten.
Zu unserem grossen Erstaunen schrieb Wendy zurück und meinte, sie hätte einen Kontakt in Südafrika für uns – bei einer Partnerorganisation von Metro World Child. Bevor wir uns definitiv entscheiden würden, sollten wir doch noch James und Janet schreiben. Wir schickten ihnen eine kurze E-Mail, stellten uns vor und erhielten sehr schnell eine Antwort:
Beide hätten das starke Gefühl von Gott gehabt, dass sie uns die Türen öffnen sollten und dass sie sich über unser Kommen sehr freuen würden – wir könnten bei ihnen wohnen. Wow, sie kannten uns überhaupt nicht und luden uns ein, bei ihnen zu wohnen. Wir sagten zu!
Wer schon einmal vor Ort die Arbeit besucht hat, weiss, dass eigentlich auch nur ein kurzer Besuch reicht, um das Herz zu verändern. Ich sehe mich heute noch, wie ich in der Hocke war und ein Kind nach dem anderen umarmt habe. Stell dir vor, die Kinder sind angestanden, um eine Umarmung zu erhalten. In all dem Elend vermittelte das Team Freude, Annahme und eine neue Perspektive für das Leben der Kinder in den Townships, das oft geprägt ist von Angst, Gewalt und Kriminalität. Und dies hat sich auch bis heute nicht geändert.
Gründung des Vereins Metro Kids Africa
Klar war, dass wir unseren Freunden und Bekannten von unseren Erlebnissen erzählen wollten. Im Gepäck nahmen wir viele Erinnerungen, aber auch einige Patenschaften mit nach Hause. Die Begeisterung schwappte auf unsere Freunde und Bekannten über. Mehr Patenschaften wurden über Janet angefordert und wir merkten schnell, dass wir eine bessere Struktur benötigten. Im Mai 2009 gründeten wir den Verein Metro Kids Africa Schweiz.
Heute gehören dem Vorstand neben uns auch Johannes Gerber und Karin Beyeler an. Die Arbeiten werden ehrenamtlich ausgeführt. Die Verwaltungskosten sind so gering wie wohl in fast keinem anderen Verein, wodurch ein sehr hoher Prozentsatz der Spenden direkt an die Organisation Metro Kids Africa überwiesen werden kann.
Heute, 17 Jahre später, steht unser nächster Besuch in Südafrika an. Zu unserer Familie gehören mittlerweile drei Teenager-Kinder und wir hatten schon immer den Wunsch, dass wir eines Tages unseren Kindern diese Arbeit zeigen möchten. Diesen Sommer wird dieser Traum Wirklichkeit und wir reisen mit James und Janet nach Südafrika.
Schulgeschenke überreichen
Eine Nachricht von James und Janet
Viele von euch fragen sich, wie es dazu kommt, dass Metro Kids Africa (MKA) sowie James und ich so eine starke Verbindung zur Schweiz haben und von dort so viele Spenden für MKA erhalten. Das ist eine berechtigte Frage, besonders wenn man bedenkt, dass wir Engländer sind!
Im Jahr 2009, als James, ich und unsere vier kleinen Kinder bereits fünf Jahre in Südafrika lebten, hatten wir mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Als wir damals von Grossbritannien nach Südafrika zogen, taten wir dies, weil wir den Ruf Gottes verspürten, nach Afrika zu gehen und uns um Kinder zu kümmern.
Wir hatten keine Organisation, die uns finanzierte, sondern wurden monatlich von Freunden und unserer Heimatgemeinde finanziell unterstützt, damit wir in Südafrika leben konnten. Als MKA jedoch wuchs und wir jede Woche 2250 Kinder erreichten, reichte das Geld nicht mehr aus, um weiterhin in Südafrika zu leben und zu arbeiten.
Während wir für unseren täglichen Bedarf auf Gott vertrauten, begannen wir bereits zu denken, dass der Zeitpunkt gekommen sei, an dem wir nach Grossbritannien zurückkehren müssten.
Etwa zu dieser Zeit erhielten wir eine E-Mail von Michael und Mirjam Ramseier, die fragten, ob sie vorbeikommen könnten, um sich die Arbeit anzusehen, die wir in Kapstadt leisten. Michael und Mirjam waren die ersten Menschen, die wir nicht persönlich kannten und die darum baten, uns zu besuchen und alles zu sehen, was MKA tut. Wir luden sie zu uns ein, und nachdem wir sie kennengelernt hatten, fühlte es sich an, als wären wir schon seit vielen Jahren befreundet. James und ich mochten Michael und Mirjam sofort; wir nahmen uns Zeit, ihnen die Programme zu zeigen und sie dem Team und den Freiwilligen vorzustellen.
Am Tag vor ihrer Abreise fragten sie uns, ob sie in ihrer Heimatgemeinde sowie im Freundes- und Familienkreis von unserer Arbeit erzählen dürften, da das, was sie gesehen hatten, ihre Herzen tief berührt habe. Wir sagten natürlich Ja, wussten aber nicht, ob sich dadurch finanziell etwas für uns ändern würde.
Doch Michael und Mirjam sind Menschen, die Taten folgen lassen und ihr Wort halten. Innerhalb weniger Monate spendeten Unterstützer aus der Schweiz nicht nur für MKA, sondern übernahmen auch Patenschaften für Kinder. Im Jahr 2009 organisierten Michael und Mirjam unsere erste Reise in die Schweiz, bei der James in Kirchen sprach und grosszügige Unterstützung für MKA erhielt.
Langjährige Zusammenarbeit
Dies markierte den Beginn einer starken und dauerhaften Verbindung zwischen den Schweizer Unterstützern, uns selbst und MKA. Seitdem sind mehrere Freiwillige aus der Schweiz nach Südafrika gereist, und wir sind stolz darauf, viele von ihnen zu unseren Freunden zählen zu dürfen. Wir werden immer dankbar sein für die Unterstützung, die Michael und Mirjam leisten, und dafür, wie sie die Hilfe in der Schweiz mobilisiert haben.
Ohne sie wäre MKA heute nicht da, wo es ist.
Wenn du das Projekt von Mirjam und Michael unterstützen möchtest, freuen wir uns sehr! In der Schweiz kannst du direkt per Twint bezahlen. Für alle anderen Länder, oder falls du kein Twint hast, findest du die Details zur Spende auf unserer Website. Bitte gib dabei den Verwendungszweck „Schulpaket“ an.
Herzlichen Dank,
James, Janet, Michael and Mirjam