Neuigkeiten

Metro News Juli 2020


Liebe Freunde,

Es sind bereits einige Monate vergangen seit unserem letzten Bericht. Es passiert zurzeit so viel Negatives in dieser Welt, dass wir es kaum schaffen, überall mitzukommen. Wir beten für euch – unsere Unterstützer und Freunde – für Kraft, Gesundheit, finanzielle Sicherheit und Frieden.

Uganda:

Leider hat sich in Uganda in den letzten Monaten nicht viel verändert. Das Land ist immer noch im Lockdown. Dies bedeutet, dass viele Menschen ihr Einkommen verloren haben und viele Geschäfte geschlossen bleiben. Kriminalität, Morde und Selbstmorde haben aufgrund der Armut und Hoffnungslosigkeit deutlich zugenommen. Für die Mehrheit der Menschen ist es normal geworden, nur eine statt drei Mahlzeiten pro Tag zu sich zu nehmen.

Das Schulsystem funktioniert vorallem auf der Basis von Privatschulen, die auf die Schulgelder der Familien angewiesen sind. Da die Schulen seit einigen Monaten geschlossen sind, kamen diese in finanzielle Schwierigkeiten und die meisten Lehrer bekommen keinen Lohn mehr. Normalerweise leihen die Schulen Geld von den Banken und zahlen die Darlehen zurück, sobald die


Schulgelder bezahlt wurden. Dieses Jahr konnten sie diese Darlehen nicht zurückzahlen und befürchten, die Schulen ganz schliessen zu müssen. Normalerweise steigen die Schüler jetzt ins neue Semester ein. Durch den Verlust dieser sicheren Umgebung haben sexuelle Ausbeutung und Schwangerschaften bei jungen Mädchen zugenommen.

Alle unsere Mitarbeiter vermissen Ihre Arbeit in der Schule und die Zusammenarbeit mit den Kindern. Sie vermissen die Geschichten der Kinder über Gottes Wirken in ihrem Leben. 
Sie bedanken sich regelmässig für die fortwährenden Lohnzahlungen während dieser schwierigen Zeit. David, der Direktor, wünscht allen Spendern, dass sie erfahren dürfen, wie der Herr Jesus sie reich segnet.

PHOTO-2020-08-10-20-48-55_2.jpg

Südafrika

Südafrika hat die höchste Infektionsrate auf dem afrikanischen Kontinent; mehr als eine halbe Million Menschen wurden positiv auf COVID-19 getestet. Viele Familien in den dicht bevölkerten Townships teilen sich die Toiletten und Waschbecken und haben daher keine Möglichkeit, sich selbst zu isolieren um die Verbreitung von COVID zu verhindern. Die Spitäler haben grosse Mühe mit der zusätzlichen Belastung der COVID-Patienten. Im März verordnete Südafrika einer der strengsten Lockdowns der Welt, der Verkauf von Zigaretten und Alkohol wurde verboten. Der wirtschaftliche Druck hat das Land gezwungen, ein Teil der Geschäfte wieder zu öffnen, aber der Lockdown hat bereits vielen Familien geschadet. Wir hören immer wieder dieselben Geschichten von Servicemitarbeitern, Verkäufern oder Hausangestellten, die ihre Stellen verlieren und nun kein Geld mehr haben, um ihre Familien zu ernähren. Fast alle Schulen sind seit März geschlossen. Die meisten Kinder, die in den Townships leben, bekamen eine Mahlzeit in der Schule, doch nun müssen sie hungern.

Esona-a-newsleter-copy.jpg
Esona-Mvukuzo-newsletter_2.jpg

Auch unsere Mitarbeiter hatten Angst, Ihre Anstellung zu verlieren.

Hier einige Gedanken von Unathi:

"Ich muss sagen, dass ich seit dem Ausbruch von COVID Angst hatte, den Job zu verlieren. Ich hatte keine Ahnung, wie wir dies als Organisation überleben sollten; im Wissen, dass alle Menschen auf der Welt von COVID betroffen sind und auch einige, die uns finanziell unterstützen, ihren Job verlieren werden. Ich fragte mich, was wohl mit meiner Familie geschieht. Wer wird meine Mutter unterstützen? Ich hatte einige schwierige Lebensfragen. Es ist Gottes Gnade, dass ich noch immer meine Arbeit habe. Ich bin Gott sehr dankbar dafür."

Unsere Mitarbeiter leben alle in den Townships. Als sie im Mai wieder arbeiten durften, haben sie, dank Spenden von euch, viele Lebensmittelpakete verteilt. 479 Lebensmittelpakete wurden persönlich an Kinder von Metro Kids Africa abgegeben. Sie haben uns erzählt, dass die Dankbarkeit und Erleichterung gross war, wenn die Lebensmittelpaketen die Familien erreichten. Herzlichen Dank an alle, die dies ermöglichen.

Es gibt keine einfachen Antworten auf die Probleme dieser Welt, aber im Moment als Kind in Südafrika zu leben, ist besonders schwierig. Wir lernen überall auf der Welt Masken zu tragen, Abstand zu halten, sei es von Freunden, Familie oder in der Schlange im Supermarkt. Aber all dies plus die Angst keine Nahrung und Aussicht auf Besserung zu haben, löst in vielen Kindern grosse Furcht aus. Die Kinder fragen ständig, wann sie endlich zurück zur Schule können. Sie vermissen ihre Freunde und die sichere Umgebung der Schule. In der bereits kriminiellen Gesellschaft hat die Kriminalität noch weiter zugenommen. Gerade heute morgen, als ich den Newsletter geschrieben habe, erzählte mir eine junge Mitarbeiterin, dass ihr Vater von Autodieben erschossen wurde. Er war ein guter, hart arbeitender Mann, der als Lehrer tätig war. Sein Tod betrifft nicht nur seine Familie, sondern auch die Kinder, die er unterrichtet hat.

IMG_5880.jpg

In diesem Jahr haben viele, die normalerweise in einer sicheren und stabilen Umgebung leben, Unsicherheit erlebt. Die Menschen, die wir unterstützen, leben immer in einer unsicheren Welt. Wir danken euch allen, die uns helfen, Jesus‘ Liebe und Mitgefühl zu verbreiten sowie Stabilität und Fürsorge ins Leben tausender Kinder bringen zu können.

Wenn Sie spenden möchten, haben wir die Bankdaten beigefügt.

Herzlichen Dank und der Herr sei mit euch allen

Janet, James und alle von Metro Kids Africa 

Besuche unsere neue Website www.metrokidsafrica.org 
Wir möchten Mirjam Ramseier für die Erstellung der Website sowie unserem tollen Übersetzungsteam für die super Arbeit unseren grossen Dank aussprechen. Dank ihnen ist die Website neu in Englisch und Deutsch verfügbar. 
Ich bin sicher, dass du es geniessen wirst, die glücklichen Kinder zu sehen und ihre Geschichten zu hören, wie Jesus‘ Liebe Ihr Leben veränderte.

 





empty